Weihnachtsaktionen 2006

Liebe Unterstützer von LP!
Heute habe ich die neuesten Nachrichten zur Todesursache des Kleinen Kevin gelesen und es hatte sich ausgefrühstückt ...
Mir wird es furchtbar elend, wenn ich mir vorstelle, was dieses Kind und die vielen anderen (Jessica, Karolina und viele mehr) gelitten haben vor ihrem gewaltsamen Tod.
Jede kleine Hilfe, die wir durch unsere Spenden geben, ist ein kleiner Schritt dahin, dass wacher beobachtet wird, registriert wird und vielleicht etwas mehr getan wird, denn die Organisationen, die sich um die Ärmsten in unserer Gesellschaft kümmern, brauchen das Interesse der Öffentlichkeit. Das bekommen sie nur, wenn Spendengelder eingehen. Wer nur 5 Euro von seinem Haushalts- oder Taschengeld anknapsen konnte, sollte dies laut tun, auch wenn es nur ein winziger Betrag ist: wird es in Gesprächen erwähnt, steht es im Raum und die Leute müssen mitdenken. - Jeder erzählt im Freundeskreis herum, wenn er ein modisches Teil günstig bekommen hat ... warum bei der kleinen Spende so still bleiben? Weil sie nicht Zeitungsartikelgröße hat? Unsinn.
Kevin, Jessica und Karolina helfen wir nicht mehr, aber den vielen anderen helfen wir, die unser Mitdenken benötigen, sei es ein Kind, der Obdachlose oder ein Tier.
Es ist nicht damit getan, dass wir feststellen, ach wie grauslig ist diese Welt, wie schön, dass ich in meinem gemütlichen kleinen Umfeld lebe ... viele kleine Schritte müssen wir im gemütlichen kleinen Umfeld tun, um den Blick in die Welt zu erhellen und zu erwärmen. Wir selbst sind unsere Welt. Wenn wir als viele kleine Leute nicht daran bauen, überlassen wir sie denen, die aufgrund ihrer Macht immer schon meinten, dass wir zu allem manipuliert werden können.
Wir haben seit Beginn von LittleParadise sehr viel tun können. Es waren nie die großen Summen, die sich gut verdienende Unternehmen leisten können, aber ich glaube, dass unsere zumeist erfolgte Verteilung in kleinen Beträgen an kleine Organisationen jedem dort beschäftigten und auch den Betreuten zeigt, wir denken an euch, ihr werdet von uns wahrgenommen, völlig richtig ist und so sollten wir auch weitermachen. Denen aufzeigen, die sich für Kinder in Not, für Obdachlose und für sonstige Not abrackern, dass ihr Wirken nicht unbemerkt bleibt.
Nina Dorfmüller
Spendenaktionen
In der Vorweihnachtszeit stimmten wir gemeinsam mit den Usern der Danielwelt darüber ab, welchen Organisationen wir in diesem Jahr mit einer Spende ein wenig helfen wollen.
Gemäß dem Ergebnis wurden folgende Beträge überwiesen:
Dunkelziffer e.V. 800 €
Sternenbrücke in Hamburg 400 €
HfKK in Frankfurt 400 €
Die Arche Hamburg 400 €
Barmherzige Schwestern/München 400 €
Heinvolksschule Fürstenzell 200 €
Ein Gespräch mit Dunkelziffer e.V.
12.12.2006
Frau Vera Falck, Geschäftsführerin von Dunkelziffer e.V., bedankt sich sehr herzlich für die finanzielle Unterstützung durch Little Paradise e.V. Sie hat sich sehr gefreut, dass sich die Faniels dazu entschlossen haben, Dunkelziffer e.V. mehrfach zu unterstützen, denn nur durch ein dauerhaftes Engagement ist die Arbeit von Dunkelziffer e.V. zu gewährleisten.
LP: „Können auch kleinere Summen helfen?“
VF: „Man hört zwar von den großen Summen, die bei den seltenen Charity-Events eingesammelt werden und die auch sehr medienwirksam inszeniert sind, aber die dauerhafte Unterstützung unserer „kleineren“ Sponsoren ist uns wichtiger, weil diese kontinuierlich sind.“
LP: „Was können Sie zusammenfassend über das Jahr 2006 sagen?“
VF: „Wir haben eine ständig steigende, größere Nachfrage verzeichnet. Es gibt eine deutlich zunehmende Anzahl von betroffenen Kindern, allerdings auch eine Zunahme der Bereitschaft, sich endlich helfen zu lassen und „darüber zu reden“. Bei der Polizei gehen vermehrt Hinweise auf z.B. Kinderpornographie im Internet ein, und die Beamten sind häufig gar nicht mehr in der Lage, diese auch zu bearbeiten. Diese Negativentwicklung zeigt uns, wie wichtig unserer Arbeit ist und wir bemühen uns nach Kräften, unsere Arbeit auszuweiten und zu vertiefen. Wir schulen die Polizeibeamten seit zehn Jahren im Bereich Internet-Kinderpornographie, und konnten in dieser Zeit 950 Beamte in unseren Seminaren begrüßen.
LP: „Was sind Ihre Pläne für 2007?“
VF: „Zurzeit haben wir 26 Kinder in der Therapie und eine lange Warteliste. Unsere große Hoffnung ist es, zwei weitere Kräfte einstellen zu können, um insbesondere unseren beratenden und präventiven Bereich ausbauen zu können. Dazu braucht es speziell geschulte Fachkräfte aus dem sozialpädagogischen und psychologischen Bereich, sodass wir hier leider keine Ehrenamtler einsetzen können, da diese keine Kontinuität gewährleisten können.
LP: „Wie sieht es mit Ihrer Wohnsituation aus? Hat sich hier in der Zwischenzeit etwas ergeben?“
(Zur Info: Im Sommer hatte Frau Falck berichtet, dass der Verein leider aus den bisherigen Räumlichkeiten ausziehen muss, da der Vermieter gewechselt hatte und der neue Vermieter nicht mehr dazu bereit ist, die Hälfte der Miete zu erlassen.)
VF: „Leider hat sich hier noch nichts getan, sodass wir ausziehen müssen. Derzeit sind wir händeringend auf der Suche nach neuen Räumlichkeiten hier in Hamburg! Wir benötigen ca. 300 qm Fläche, die zentral gelegen sein und gut ans öffentliche Verkehrsnetz angeschlossen sein muss, damit uns die Therapiekinder jederzeit gut erreichen können. Wir sind für alle Hinweise dankbar!“
LP: „Wir drücken Ihnen die Daumen!“
Corinna Kahl
Weihnachtspäckchen-Aktion

Nachdem wir von LP in diesem Jahr unser Budget für die Weihnachtsaktionen aufgeteilt hatten, stand fest 400 Euro sollen an die Barmherzigen Schwestern in München gehen, aber irgendwie gefiel mir und auch Gabi der Gedanke nicht wirklich das Geld so einfach zu überweisen.
Also haben wir überlegt und geplant und schließlich beschlossen das Karlsfeld-Konzert-Wochenende zu nutzen um eine Aktion wie bereits vor 2 Jahren durchzuführen - wir wollten wieder 100 Weihnachtstüten packen für Obdachlose.
Gesagt getan, nachdem wir das OK unserer Mit-LP-Teamies hatten, ging die Planung so richtig los ... was brauchen wir alles, was soll in die Tüten rein, wie kommen wir möglichst günstig an die Sachen, wie soll der Ablauf sein und vor allem wie transportieren wir das Ganze??? In dieser Situation fand sich unser rettender "Engel" Uschi, sie stellte sich nicht nur als Transporteur zur Verfügung sondern war auch bereit schon im Vorfeld einige Einkäufe zu tätigen ... gut, dann konnte ja eigentlich nichts mehr schiefgehen.
Ich bin bewaffnet mit LP-Flyer und einem besonders freundlichen Lächeln an den Geschäftsführer unseres Budni herangetreten und habe ihn um eine kleine Spende in Form von Weihnachtstüten gebeten - er hat mir nicht nur einen Rabatt angeboten sondern gleich die 100 Tüten kostenfrei überlassen, das war wirklich ein toller Anfangserfolg! Ich hatte allerdings nicht mit dem Gewicht dieser Tüten gerechnet und so blieb mir nichts anderes übrig als diese bereits vorab per Paket an Uschi zu schicken, denn im Flieger nach München wären 12 kg Übergewicht ganz schön teuer geworden.
Gabi hat im Internet eine Ladung warme Baumwollsocken günstig erstanden und auch sonst beim Einkaufen durch Handeln den einen oder anderen Euro eingespart, so dass wir trotz eines relativ geringen Betrages von "nur" 4 Euro pro Tüte einen recht üppigen Inhalt zusammengekriegt haben.
Nach einigen Mails und Telefonaten mit den Barmherzigen Schwestern konnten wir uns auch auf einen Übergabeort und -zeitpunkt einigen. Die ganze Aktion einschließlich Packen sollte also am Freitag stattfinden.
Manni und ich sind bereits morgens in München gelandet und haben dann vor dem Einchecken im Hotel erstmal einen Abstecher zu Uschi gemacht nachdem wir vorher auch Gabi noch am Bahnhof eingesammelt hatten. Dort zuhause sah es aus wie auf einem arabischen Markt - das ganze Wohnzimmer stand voll mit Kartons, Kisten und Tüten - ein Anblick der zum einen sehr schön war wegen der großen Menge, zum anderen viel Arbeit versprach ... aber mit drei Leuten und einer guten Organisation hatten wir nach ca. 3 1/2 Std. alle Dinge hübsch auf die Weihnachtstüten verteilt und diese mit einem wunderschön von Gabi gestalteten Anhänger versehen.
Pro Tüte gab es:
2 Äpfel, 2 Clementinen, 1 Beutel Kokosmakronen, 1 kl. Packung Cräcker, 2 Bifi, 1 Tafel Schokolade, 1 Stck. Seife, 1 Paar Socken, 1 Handvoll Erdnüsse, 1 Päckchen Papiertaschentücher, 10 Beutel Tee (gemischt) und ein kleines Stückchen Lübecker Marzipan sowie einen großen Weihnachtsmann.
Außerdem hatten wir 50 Duft-Teelichter auf selbstgebastelten Untersetzern, die wir den Schwestern für die Weihnachtsfeier separat übergeben wollten.
Aber wie um alles in der Welt sollten wir diese Masse an Tüten denn nun transportieren? Es ging, aber das Auto war voll bis unter das Dach so dass für 4 Erwachsene beim allerbesten Willen kein Platz mehr war ... also haben wir uns geteilt, 2 im Auto, 2 mit der Bahn und dann wieder beim Haus Mechtild getroffen.
Die Schwestern waren hocherfreut uns zu sehen und haben fleißig beim Ausladen geholfen. Auch der Inhalt wurde natürlich genauestens unter die Lupe genommen und für sehr gut befunden. Nun hoffen wir sehr, dass sich die Obdachlosen über unsere Päckchen freuen und eine wunderschöne Weihnachtsfeier verbringen werden.
Uns wurde versprochen, dass wir darüber noch etwas hören, wenn die Feier gewesen ist.
Ein großes Dankeschön an meine Mitstreiter Gabi mit Tochter, Uschi und meinen Mann
Gaby Schiewe
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Besuch in der Sternenbrücke
07.12.2006
Wieder einmal ist es also soweit und ich darf eine Spende bzw. meinen symbolischen Scheck im Kinderhospiz in Rissen abliefern.
Schon beim Eintreffen sehen wir, dass das Dach leider immer noch nicht fertig gedeckt ist und der von mir als Richtkranz angesehene Kranz hoch oben am Kran entpuppt sich der Jahreszeit entsprechend als Adventskranz. Überall auf der Grünfläche vor dem Haus stapeln sich die Pakete mit Dachpfannen aber aufgrund des Dauerregens im Norden kann leider kein Mensch mit gutem Gewissen oben auf das Dach zum Arbeiten geschickt werden. Immerhin ist schon so viel geschafft, dass der Betrieb wieder aufgenommen werden konnte.
Unser Gespräch mit Herrn Gent verläuft in entspannter Atmosphäre und sein Interesse an Daniels Aktivitäten ist mehr als pure Höflichkeit. Also erzähle ich von den Konzerten in Nürnberg und München sowie dem geplanten in Karlsfeld. Er erfährt von unseren anderen LP-Weihnachtsaktionen und betont wieder einmal wie sehr er das Engagement der Faniels bewundert. Kurz berichte ich ihm auch noch einmal von der Bielefelder Engelaktion, die ihn sehr begeistert hat und dann ist auch schon wieder Zeit für das obligatorische Übergabefoto.
Nochmal wird uns von Herzen gedankt und dann verabschieden wir uns, nicht ohne vorher zu versprechen auch im nächsten Jahr gerne wieder dort auf Besuch zu kommen.
Gaby Schiewe

Besuch bei der "Hilfe für Krebskranke Kinder"
Am 27.11.2006 stattete Nina Dorfmüller der "Hilfe für Krebskranke Kinder" einen Besuch ab und kaufte deren hübsche Tassen für alle möglichen weihnachtlichen Zwecke. Bei der Gelegenheit kündigte sie auch gleich unsere Spende an .
Hier ist die E-Mail-Antwort der Geschäftsführerin des Vereins:
Liebe Frau Dorfmüller,
danke für Ihr liebes Mail und danke für Ihre Nachricht, uns mit einer
Spende zu unterstützen. Sie wissen, dass wir das Geld für die Belange
der Kinder und Familien verwenden werden.
Ich habe mir die Websites all der Organisationen angesehen, die aus dem Fonds "Little Paradise" unterstützt werden. Ich war beeindruckt.
Auch ich wünsche Ihnen und Ihrem Team zunächst eine ruhige Adventszeit und ein schönes Weihnachtsfest. Bleiben Sie gesund.
Liebe Grüße
Eva-Maria Hehlert
Geschäftsführerin
Hilfe für krebskranke Kinder Frankfurt e.V.